Einstellung der Ventile

Das Einstellen der Ventile ist stets bei kaltem Motor vorzunehmen

Einstellwert: 0,1—0,15 mm
Mit Rücksicht auf Setzerscheinungen am Quetschsteg des Zylinderkopfes wird das Ventilspiel werksseitig bei neuen Motoren auf 0,2—0,25 mm eingestellt. Während der Einlaufzeit von ca. 120 Betriebsstunden ist das Ventilspiel öfter zu kontrollieren und gegebenenfalls nachzustellen. Nach der Einlauf zeit genügt es, diese Prüfung bei jedem Ölwechsel zu wiederholen. Muß das Ventilspiel zu häufig nachgestellt werden, so ist die Ventilstoßstange zu überprüfen und sofort auszutauschen, wenn der am unteren Ende sitzende Kugelzapfen Verschleiß zeigt: Bild 26. Nach Abnahme des Kipphebelblockes oder Zylinderkopfes lässt sich die Stoßstange nach oben herausziehen. Die richtige Einstellung und Überwachung des Ventilspiels ist wichtig, weil zu großes Spiel nicht nur das Motorgeräusch steigert, sondern auch Schäden am Ventil und Ventilantrieb verursacht und die Leistung beeinflusst.
Die Einstellung wird vorgenommen, wenn Ein- und Auslaßventil geschlossen sind. Dieses ist der Fall, wenn die Stoßstangen von der Nockenwelle nicht angehoben werden und sich von Hand leicht drehen lassen. Durch Lösen der Sechskantmutter lässt sich die Einstellschraube verdrehen bis die Fühllehre von 0,1 mm leicht und die von 0,15 mm Stärke saugend zwischen Ventilschaft und Druckpilz passt. Die Einstellschrauben dürfen nur so weit nachgestellt werden, bis das Gewinde mit der Oberkante der flachen Sechskantmutter bündig steht. Dreht man die Einstellschraube weiter, besteht die Gefahr, dass der Schmierölzufluß zur Kipphebellagerung unterbrochen wird




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